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Diano Castello – Kleiner Rundgang durch Diano Castello
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Unser Spaziergang durch Diano Castello beginnt bei den Loggien gleich am Beginn der Ortschaft; auf einem Plan aus dem Jahr 1773 können wir erkennen, wie der Ort seinerzeit aussah. Das ‘Castrum Diani’ wurde im 10. Jhdt. als Verteidigungsanlage gegen Sarazenenüberfälle angelegt. Schon bald darauf kam es in den Besitz der mächtigen Familie Clavesana, die seine Geschicke bis in die zweite Hälfte des 12. Jhdts. bestimmte.

Das Ende der Lehensherrschaft führte zur Einrichtung einer städtischen Selbstverwaltung: So entstand die ‘Communitas Diani’, die ihren Einfluss nach und nach auf das ganze Tal ausweitete. Später geriet Diano Castello, wie fast alle Orte Westliguriens, unter die Kontrolle Genuas, was sich in der Person des ‘Podestà’ manifestierte. Dieser wurde aus den bedeutendsten Genueser Familien ausgewählt und vor Ort als Supervisor eingesetzt. Man geht nun die Rampe zum Vorplatz der Pfarrkirche hinauf. Von hier aus kann man ein Fresko an der Fassade des Palazzo Comunale betrachten, das an die Meloria-Schlacht erinnert, die am 6. August 1284 zwischen Genua und Pisa ausgetragen wurde und mit einem triumphalen Sieg der ‘Superba’ (Genua) endete, zu dem auch die Soldaten aus Diano Castello beitrugen. Die Pfarrkirche wurde in den ersten Jahren des 18. Jhdts. von Giacomo Filippo Marvaldi in barockem Stil errichtet.

Die beeindruckende Fassade ist durch Lisenen gut gegliedert. Der Glockenturm wurde 1887 bei einem Erdbeben beschädigt, blieb dann ohne Kuppeldach und endet jetzt in einer Balustrade. Das einschiffige Innere mit seinen Seitenkappellen ist reich mit Marmor und vergoldeten Elementen dekoriert. Weiter geht es durch die Via Martiri della Liberazione, eine typische Gasse mit hohen Häusern, die über charakteristische Hängebögen miteinander verbunden sind. An einer Haustür befindet sich ein schönes Schiefer-Basrelief, das Maria mit dem Kind darstellt.
Man gelangt schließlich auf die Piazza Clavesana, wo noch die Grundmauern des einstigen Sitzes der gleichnamigen Familie zu sehen sind. Interessant hier ein behauener Stein mit der Taufe Jesu. Das Kieselsteinpflaster des Platzes ist ein wahres Kunstwerk.
Weiter durch die Via Martiri erreicht man die kleine Piazza dell’Assunta, an der sich das Concordia-Theater befindet, das von den jungen Leuten des Orts nach dem ersten Weltkrieg errichtet und kürzlich restauriert wurde; linkerhand die Apsis der Assunta-Kirche.


Es ist ein Teil der Kirche, der durch seine besondere Schönheit besticht: Eine Reihe von kleinen Bögen, die von ‘Protome’-Konsolen (kleinen kopfförmigen Hochrelief-Skulpturen) gestützt werden, macht sie so wertvoll. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jhdts. im romanischen Stil errichtet. An der rechten Wand in ihrem Innern wurden bedeutende Fresken aus dem 14. Jhdt. entdeckt.

An der Rückwand befinden sich zwei wertvolle Polyptichen: Das linke stellt die stillende Maria dar und wird dem Kreis um die Brea zugeschrieben (es wurde in der Mitte des 15. Jhdts. gemalt); das rechte ist ein Jahrhundert älter, es stellt die Heilige Lucia dar und ist ein Werk von Agostino Casanova.
 

Nach Verlassen der Kirche kommt man auf die Piazza Giudice und geht dann durch die Via Borgo weiter. Hier kann man noch die Angeln eines der vier Stadttore erkennen, durch die man den Ort erreichen konnte, als die Stadtmauer noch existierte. In der engen Straße kann man auch ein Schieferportal bewundern, das vom Reichtum der Familien zeugt, die in Castello lebten. Vor dem S. Bernardino- und S. Croce-Oratorium verbreitert sich die Straße. In Innern des Oratoriums befindet sich ein schönes Fresko der Brüder Biasacci da Busca, das aus der zweiten Hälfte des 15. Jhdts. stammt.

 Gleich daneben kann man durch ein altes Eisentor den Platz vor der San Giovanni Battista-Kirche betreten. Diese sicherlich älteste Kirche des Orts lag außerhalb der Stadtmauer und ist vermutlich deshalb befestigt. Genauere Untersuchungen haben ergeben, dass dieser romanische Bau im 11. Jhdt. entstand. Neben der Hauptapsis befindet sich eine kleine Seitenapsis. In den Wänden öffnen sich nur enge Monophoren nach außen. Das einschiffige Innere lässt erkennen, dass die Kirche aus rechteckigen Steinen errichtet wurden. Sehr schön und äußerst wertvoll auch die fein dekorierte Holzdecke mit sakralen und profanen Darstellungen. Letztere sind überaus interessant, denn sie liefern Informationen über das Leben im Ort in der Mitte des 15. Jhdts., dem Zeitpunkt ihrer Entstehung. Vom Hof der San Giovanni-Kirche aus hat man auch einen schönen Blick auf das gesamte Tal von Diano mit seinen olivenumstandenen Dörfern.

 

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