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Diano Marina – Eine Runde durch Diano
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Dieser Spaziergang stellt einige interessante Aspekte Diano Marinas vor, die von Touristen leicht übersehen werden. Er beginnt an der Piazza Dante gleich neben der Pfarrkirche. Das Denkmal in der Mitte des Platzes ist Andrea Rossi gewidmet, einem Freund Giuseppe Garibaldis, dem letzterer bei der ”impresa dei Mille” (dem ‘Zug der Tausend’ garibalditreuen Soldaten) das Kommando eines der beiden Dampfschiffe anvertraute. Geht man nun Richtung Osten die Via Aurelia entlang, kommt man am Hôtel Paradiso vorbei, das am Ende des 19. Jhdts. im eklektischen Stil erbaut wurde. Damals wurde Diano Marina nach seiner ‘Entdeckung’ durch die Engländer dank des extrem günstigen Klimas  Winter-Ferienort (wie andere Küstenorte auch). Man erreicht das Marienoratorium ‘Santissima Annunziata’.

Ihm gegenüber stand bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts eine Bastion, die gegen Überfälle von Berber-Piraten errichtet worden war. In dem Park, die nach dem Erdbeben von 1887 auf den Trümmern angelegt wurde, kann man einige beachtliche Monterey-Zypressen (Cupressus macrocarpa) bewundern. Im Oratorium, dessen Eingang früher an der Nordseite lag, befinden sich einige Freskenreste der Brüder Biasacci da Busca von 1478, die Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria darstellen. Der mehrfach veränderte Bau beherbergte die Treffen der lokalen Bruderschaften. Noch ein paar Meter weiter nach Osten gelangt man zur Piazza Virgilio, die von den Dianesen noch heute ‘Piazza dell’Olio’ genannt wird, da hier einst der Handel mit einer der wichtigsten Waren der Stadt stattfand. Durch die Via Andrea Doria geht es zurück Richtung Zentrum, dann biegt man in die Via Colombo ein und geht bis zur Kreuzung mit der Via Roma, welcher man nach Westen folgt. In dieser Straße erfasst man die urbanistische Gliederung Diano Marinas, das nach dem Erdbeben von 1887 völlig neu angelegt wurde. Zwei starke Stöße des Bebens trafen die Stadt am Morgen des 23. Februar; viele Häuser wurden zerstört, andere mussten später abgerissen werden; die Planung des Wiederaufbaus wurde dem Ingenieur Giacomo Pisani übertragen, der an den schachbrettartig angelegten Straßen relativ niedrige Häuser bauen ließ.

Entstanden ist ein in seiner Homogenität sehr eleganter Ortskern. Die Straße wird durch Orangenbäume aufgelockert; diese sicherlich sehr gute Idee stammte von einem aus Sizilien kommenden Kommissar des Präfekten. In der Mitte der Via Roma liegt der Rathausplatz. Im Atrium des Rathauses befinden sich einige ‘ziri’, eine Art Vorläufer der heutigen Container, die zum Transport von Getreide und anderen Erzeugnissen aus den Provinzen nach Rom benutzt wurden. Diese Exemplare stammen aus Unterwassergrabungen am Wrack eines römischen Schiffes: Pacata Felix sank in den Gewässern des Golfs vor Diano. Neben dem Rathaus steht der Palazzo Maglione; an seiner Ecke beginnt Via Cavour. Sie war es, die die Burg hoch oben auf dem Hügel mit ihrem Meereszugang verband. Am Haus mit der Nummer 31 ist das Portal des Palazzo Ardoino beachtenswert: Hier war 1814 Papst Pius VII. auf der Rückreise nach Rom zu Gast, als er von einem langen Gefängnisaufenthalt in Frankreich zurückkehrte.

 Wir gehen weiter durch die Via Roma und biegen in die Via Cairoli ein; das Gebäude, in dem sich heute das Kino befindet, hat eine klassizistische Fassade - auch sie ein Werk Pisanis, der den Bau als Versammlungssaal für die Bevölkerung entwarf. An der Ecke zur Via Nizza geht man links und läuft nun durch die Straße, die das alte Diano komplett durchquerte. Man kommt am Städtischen Kindergarten vorbei, einem weiteren Bau Pisanis, und gelangt zur Kreuzung mit Via Cavour. Von hier aus sieht man den einzigen Adels-Palazzo, der das Erdbeben überstanden hat.
Palazzo Ardoino gehörte - ebenso wie der bereits zuvor erwähnte - einer reichen einheimischen Familie, die unter Napoleon in den Adelsstand erhoben wurde. Trotz der Veränderungen, die im vergangenen Jahrhundert vorgenommen wurden, kann man noch den Prunk und die Eleganz des Gebäudes bewundern und seine Trennung in ein Adelsgeschoss und einfacher gehaltene Stockwerke für die Dienerschaft erkennen.

Das Portal mit Säulen und Tympanon wurde leider entfernt, aber an der meerzugewandten Fassade befinden sich noch eine üppige Stuckdekoration und eine schöne Terasse mit Balustrade. Man geht durch die Gasse seitlich der Kirche und betritt das Gotteshaus durch die Tür, die aufs Meer geht. Die Kirche im klassizistischen Stil wurde von L. Crescia entworfen.

Das Innere ist dreischiffig, die Säulen enden in korinthischen Kapitellen. An den Seitenschiffen liegen reich mit Marmor und Stuck dekorierte Kapellen. Viele der Gemälde in dieser Kirche stammen aus der Vorgängerkirche und aus dem Dominikanerkonvent, das sich auf dem Gelände des heutigen Bahnhofs befand und zur Zeit der Ligurischen Republik am Ende des 18. Jhdts.
abgerissen wurde.

Wir beginnen unseren Besuch im rechten Seitenschiff, wo ein ‘Ecce Homo’-Gemälde hängt, das eindeutig von Caravaggio beeinflusst ist; weiter oben die ‘Beschneidung’ von Orazio de Ferrari, einem Maler der ersten Hälfte des 17. Jhdts. Der Altar ist dem Erzengel Raffael geweiht. Links eine Marienstatue aus der Werkstatt des Piola aus dem 17. Jhdt.; aus dem gleichen Jahrhundert stammt das Gemälde mit dem Heiligen Domenico in Soriano, das dem Kreis um Fiasella zugeschrieben wird. Dieser Altar ist Maria geweiht (Madonna del Carmine), ihr Fest am 16. Juli ist in der Bevölkerung sehr beliebt. Besonders beachtenswert am letzten Altar auf der rechten Seite ist die ‘Kreuzabnahme’ von G. B. Casone aus der Mitte des 17. Jhdt., während man oben eine ‘Taufe Christi’ sehen kann, Werk eines Malers aus dem Umkreis von Luca Cambiaso. Im linken Schiff befindet sich gleich hinter dem Rosenkranz-Altar der Altar der Familie Ardoino, der dem Heiligen Luigi Gonzaga geweiht ist. Der Altar trägt das Familienwappen mit einer Taube, die eine Flamme im Schnabel hat. Der letzte Altar ist dem Heiligen Erasmus, dem Schutzpatron der Seeleute, gewidmet. Dieser Beruf war in Diano, das seinen Unterhalt überwiegend aus dem Meer bestritt, in den vergangenen Jahrhunderten besonders häufig. Die Fresken im Gewölbe wurden Anfang dieses Jahrhunderts von Luigi Morgari und Raffaello Resio ausgeführt.

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